Not- und Katastrophenfunk in der Steiermark

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Das Land Steiermark, die steirische Landesregierung hat im Jahr 2008 mit dem Verein ÖVSV Landesverband Steiermark einen Vertrag abgeschlossen, um im Katastrophenfall auf die Ressource Amateurfunk geordnet zugreifen zu können.

Der Landesverband leistet kommunikationstechnische Unterstützung auf Anforderung der Fachabteilung Katastrophenschutz. Diese Anforderung erfolgt mit entsprechender Vorlaufzeit, wenn die Ressourcen der Fachabteilung bei bspw. multiplen oder/und sehr komplexen Großschadensereignissen knapp werden könnten.

In der Landeswarnzentrale in Graz, Paulustorgasse 4 betreibt und unterhält die Fachabteilung Katastrophenschutz eine Amateurfunkstelle,  Rufzeichen OE6XKD, auch erkennbar an der Kurzwellenantenne am Dach.

Diese Funkstelle wird im Bedarfsfall von in Stabsarbeit geschulten Funkamateuren bzw. Mitarbeitern der LWZ besetzt und betrieben. Im März 2018 durchliefen 18 steirische Funkamateure erfolgreich die entsprechende Schulung in der Landeswarnzentrale.

Bei Bedarf werden weitere technisch und funkbetrieblich dafür qualifizierte Funkamateure mit geeigneten Gerätesätzen des Landes Steiermark von Blaulichtorganisationen in den betreffenden Einsatzraum verlegt, um bspw. den Einsatzleiter mit zusätzlichen Kommunikationsmöglichkeiten nach dessen Vorgaben zu unterstützen.

Der Funkbetrieb wird regelmäßig geübt.

Die einsatzübliche Betriebsart ist hier PACTOR, ein besonders robustes Datenübertragungsformat über Funk. Der Landesverband betreibt auch ein PACTOR-Gateway, Rufzeichen OE6XPD, mit welchem eine Brücke zwischen Funk (Kurzwelle) und Internet sicher gestellt wird.

Auf kommunaler Ebene, in den Gemeinden, unterstützen Funkamateure - koordiniert von den lokalen Behördenvertretern, bspw. dem Bürgermeister - die Katastrophenbewältigung. In mehreren Gemeinden gibt es bereits Ausarbeitungen, Vorbereitungen zum Umgang mit einem sogenannten "BlackOut", das ist ein weiträumiger und länger andauernder Stromausfall.

Der steirische Zivilschutzverband organisiert systematisch Veranstaltungen, auch Leistungsschauen, um die Zusammenarbeit der Blaulicht- und Hilfsorganisationen zu stärken - damit diese gut funktioniert, wenn sie gebraucht wird.

 

Kontakt und weitere Informationen:

  • Heimo Mühler, OE6OLD
    Referent Not- und Katastrophenfunk im ÖVSV Landesverband Steiermark
    E-Mail: oe6old @ oevsv . at
  • Gasti GILLEN, OE6GGF
    Experte für den Betrieb der Amaterufunkstelle OE6XKD in der Landeswarnzentrale
    E-Mail: oe6ggf @ oevsv . at
  • Thomas ZURK, OE6TZE
    Landesleiter des ÖVSV Landesverband Steiermark
    E-Mail: oe6tze @ oevsv . at

 

(tze 12.10.2018)